Campgrounds

Kategorien: Camping

In British Columbia und Alberta gibt es eine Vielzahl an Campingplätzen. Außerhalb der National- und Provincial Parks sind es überwiegend private Campingplätze, die in der Regel besser ausgestattet sind. Dusche, Toilette mit Wasserspülung, Waschmaschine, Trockner, Stromanschluss und zum Teil auch ein Swimmingpool gehören bei den meisten privaten Campingplätzen zum Standard.

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Die Campingplätze in den National- und Provincial Parks sind mehr Naturbelassen und verfügen nur zum Teil über Duschen, Toiletten mit Wasserspülung oder Stromanschlüsse. Dafür liegen Sie in einer traumhaften Natur, meist mitten im Wald und duschen können Sie ja im Wohnmobil.

Beachten Sie bitte die Hinweise auf den Internetseiten und in der Broschüre „The Mountain Guide“.

Wichtige Internet Adressen finden Sie im Anhang !

Reservierung / Einschecken

Manche Campingplätze in den National- und Provincial Parks kann man bereits im Vorfeld über das Internet reservieren. Es gibt auch noch die Möglichkeit 24 Stunden vorher per Telefon zu reservieren.

Unter 1-866-787-6221 (Nummer geht nur in Canada)

Auch hierzu finden Sie weitere Informationen im Internet und in der Broschüre „The Mountain Guide“. Die Campingplätze, die Sie reservieren können, sind Blau gekennzeichnet.

Für Reservierungen außerhalb der Nationalparks können Sie die Info Broschüre “Reserve your Spot“ herunterladen: BC, Reserve your Spot

First come, first safe

Bei den meisten Campingplätzen gilt „first come, first safe“. Wer zuerst kommt, hat seinen Platz reserviert und kann sich schon mal mit den Gegebenheiten des Campingplatzes vertraut machen. (Feuerholz, Waschraum, WC, Müllbehälter usw.)

Wenn Sie am Abend zurückkommen haben Sie es dann auch einfacher sich zurechtzufinden, denn Einparken ohne Ortskenntnis wird bei Dunkelheit zum Erlebnis. Die Campingplätze sind sehr schlecht beleuchtet und da wird schnell mal ein Baum oder ein Ast beim Einparken übersehen.

Am besten ist Sie versuchen am Vormittag bis 11 Uhr Ihren geplanten Campingplatz zu erreichen, dann können Sie auch bei Bedarf für mehrer Tage buchen. Das funktioniert bei mir schon seit 10 Jahren, auch bei meinen begleiteten Gruppenreisen mit 7 Wohnmobilen.

In der Hauptsaison sind viele Campingplätze bereits Mittags ausgebucht, gerade in den Nationalparks. Aber keine Angst, selbst wenn alle Campingplätze belegt sind werden Sie auf einen sogenannten „Over Flow“ Platz geleitet. Das sind in der Regel größere Parkplätze ohne Service, aber für eine Nacht ist das kein Problem.

Wichtig:

Beim Einschecken erhalten Sie einen Übersichtsplan des Campingplatzes. In diesem Plan finden Sie alle wichtigen Informationen über Toiletten, Müllbehälter, Feuerholzlager, Shelter etc. Und lassen Sie Ihre Kinder niemals bei Dunkelheit alleine zur Toilette oder zur nächsten Mülltonne gehen. Man verliert im Dunkel schnell die Orientierung und findet dann nicht mehr zum Wohnmobil zurück. Die Campingplätze sind auch nicht umzäunt. 2006 gab es diesen Fall im Jasper National Park. Das 9 Jährige Mädchen wurde erst in den frühen Morgenstunden, nach einer großangelegten Suchaktion, unverletzt gefunden.

Beispiel: Übersichtsplan Kicking Horse Campground, Yoho Nationalpark

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(zur Vergrößerung bitte anklicken)

Feuerstelle / Feuerholz

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Nicht auf allen Campgrounds ist eine Feuerstelle (Fire Place) vorhanden. Beachten Sie immer alle Hinweise auf den Campingplätzen, denn es kommt schon mal vor, das offenes Feuer auch mal Zeitweise verboten ist (Fire Ban).

Neu:

2008 gab es zum ersten Mal im Jasper National folgende neue Regel:

Ab 23 Uhr galt eine Nachtruhe bis 7 Uhr morgens. In dieser Zeit durfte kein Lagerfeuer mehr brennen und kein Alkohol mehr im Freien getrunken werden. Bei den Kontrollen wurden die Parkranger von privaten Sicherheitsdiensten unterstütz und bei einem Verstoß wurde man vom Campingplatz verwiesen !

Aushang als PDF Datei:

Notice to Campers Jasper NP 2008

Feuerholz kostet je nach Campground 5-9 CAN $. Sorgen Sie am Anfang Ihrer Reise für einen kleinen Vorrat an trockenem Holz. Sie können es in einer Außenklappe am Camper verstauen und es hilft Ihnen an feuchten Tagen, Ihr Lagerfeuer in Gang zu bringen.

Um Ihr Feuerholz zu zerkleinern benötigen Sie eine große Axt. Die können Sie beim Wohnmobilvermieter leihen. Denken Sie auch Alu Grillschalen und Grillanzünder und für so manche Feuerstellen benötigen Sie auch ein Grillrost.

Shelter

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Auf vielen Campingplätzen finden Sie oft auch einen sogenannten “Shelter”. Ein Shelter ist eine “Schutzhütte” mit einer Feuerstelle, Tischen und Bänken. Sollte es mal regnen haben Sie hier die Möglichkeit zu Kochen und zu Essen oder einfach nur ein Bier zu trinken. Hier können Sie auch ihre nasse Kleidung trocknen und man lernt immer wieder nette Menschen aus der ganzen Welt kennen.

Self Check In

Es gibt auch einige Campgrounds mit einem „Self Check In”. Hier ist die „Rezeption” zur Zeit nicht besetzt, oder gar nicht vorhanden.

Entnehmen Sie an der Einfahrt zum Campingplatz ein Formular/ Briefumschlag und fahren dann als erstes über den Campground und suchen sich einen freien Platz. An jedem Stellplatz steht ein kleiner „Pfosten“ mit einer Stellplatz Nummer und wenn hier kein Zettel hängt ist der Platz frei.

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Tipp:

Auch wenn ein Zettel bereits vorhanden ist, steigen Sie aus und kontrollieren das Datum. Manche Gäste vergessen bei der Abreise den Zettel zu entfernen.

Nachdem Sie einen freien Platz gefunden haben füllen Sie den Briefumschlag komplett aus. Trennen Sie den perforierten Teil („Camp Permit“) von der Rückseite ab und befestigen Sie ihn sichtbar an den „Pfosten“ Ihres Campingplatzes. Anschließend stecken Sie die Campingplatzgebühr in den Briefumschlag und werfen ihn an der Einfahrt in den gekennzeichneten Behälter.

Die Ranger kontrollieren in der Regel am Abend. Wenn Sie den Campingplatz für ein paar Stunden verlassen stellen Sie einen Campingstuhl auf Ihren Platz oder lassen eine Tischdecke zurück. So ist es für nachfolgende Gäste einfacher zu erkennen dass dieser Platz bereits belegt ist. Und wenn Sie Abreisen entfernen Sie bitte Ihren Zettel vom Pfosten.

Tipp:

Wenn Sie keine passenden Dollars haben, können Sie auch mit Ihrer Kreditkarte bezahlen. Dafür finden Sie am Eingang ein passendes Formular.

Hier können Sie die Anleitungen „Self Check In“ als PDF Datei herunterladen:

„Self Check In“ National Parks

„Self Check In“ Provincial Parks

Preise / Ausstattung

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Campgroundkosten liegen zwischen 15 und 38 CAN$, je nach Ausstattung. Meist finden Sie bereits an der Einfahrt eine Preisübersicht. Aufpreis bezahlen Sie für einen Strom- und Abwasseranschluss direkt am Stellplatz sowie für Feuerholz.

Bei einem „Full hocked“ Platz haben Sie einen Wasser, Strom und Abwasser- Anschluss direkt an ihrem Stellplatz. Das ist am teuersten und lohnt sich nur wenn Sie mehrere Tage am gleichen Platz stehen. Bei einem „Elektrik only“ Platz haben Sie nur einen Stromanschluss direkt an Ihrem Stellplatz. Einen Stromanschluss brauchen Sie auch nicht jeden Tag.

In der Regel reicht es alle 3-4 Tage um die Batterien am Wohnmobil aufzuladen.

Tipp:

Wenn Sie Sie Batterien ihrer Kamera oder GPS Geräte aufladen müssen und keinen Campingplatz mit Stromanschluss mehr bekommen haben, helfen Ihnen die Mitarbeiter an der Rezeption gerne weiter.Auf manchen Campingplätzen, wie hier auf dem Whistler Campground im Jasper NP, gibt es kleine abschließbare Boxen mit einem Stromanschluss. Hier paßt ihr Akuladegerät oder eine Kamera rein.

Aktuelle Preise, Ausstattungen und Öffnungszeiten der Campgrounds finden Sie in der Broschüre „The Mountain Guide“ und im Internet.

In den Übersichten und Tabellen der Campingplätze finden sie folgend Hinweise:

Open Dates = Öffnungszeiten

Res = Reservierung möglich (Normal ist “First come, first safe”)

Full HU = Frisch- und Abwasser sowie Stromanschluss direkt am Stellplatz

Elec only = Nur Strom am Stellplatz

Flush Tol = WC mit Wasserspülung

Dry Tol = WC ohne Wasserspülung

Showers = Duschen

Sani Dump = Entsorgung für Abwasser

DIS ACC = Behindertengerecht

Fire Pits = Feuerstelle

Interp Prog = Unterhaltungsprogramm

Dumpstation

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Auf einer Dumpstation können Sie jederzeit Ihr Schmutzwasser entsorgen und Ihr Frischwasser auffüllen. In der Regel ist die Benutzung in den Campingplatzgebühren enthalten, es kommt aber auch vor das Sie eine Zusatz Gebühr bezahlen müssen. Beispiel: Campgound im Wells Gray Provincial Park, hier kostet die Benutzung der Dumpstation 2 CAN $. Achten Sie bitte auf die Hinweisschilder. Teilweise werden die Stationen per Videokamera überwacht.

Nicht alle Campingplätze verfügen über eine Dumpstation. Außerhalb der National- und Provincial Parks findet Sie eine Dumpstation zum Teil auf Tankstellen oder den Industriegebieten der Städte.

Sicherheit auf dem Campground

Beachten Sie alle Hinweise und aktuelle Bärenwarnungen und lassen Sie keine Essensreste offen im Fahrzeug oder in der Nähe Ihres Fahrzeuges. Spülen Sie Ihr gebrauchtes Geschirr direkt nach dem Essen und bringen Sie auch Ihren Müll in die sogenannten „bärensicheren” Mülltonnen auf den Campingplätzen. Angefangene Konserven und geöffnete Lebensmittelverpackungen gehören in den Kühlschrank, denn der ist geruchssicher.

Auf einer Wanderung sollten Sie ihren Wanderproviant in „Tupperdosen” verpacken und in den Rucksack stecken.

Und legen Sie den Pulli, den sie beim Grillen anhatten, in der Nacht nicht ins Wohnmobil. Lagern Sie ihn lieber draußen zum Lüften.

Hier können Sie die wichtige Broschüre „Bärenfreies Camping“ herunterladen: „Bärenfreies Camping“

Internet:

Infos über Campingplätze in den National- und Provincial Parks unter:

Infos über Campingplätze in British Columbia / Alberta unter:

8 Kommentare

  1. 13. Juli 2010 um 23:53 | Permalink

    Hallo!

    Was für ein schöner Blog! Ich selbst lebe momentan in Vancouver, und hatte schon ein paar Möglichkeiten die Gegend zu erkunden. War nie ein großer Campingfan, aber Kanada hat das geändert! RV oder Zelt ist einfach eine der schönsten Arten, dieses fantastische Land zu bereisen, und wird vielleicht am ehesten seiner kaum fassbaren Größe und Weite gerecht, da will man einfach flexibel sein!

    Auch die Campingplätze sind ganz anders als zuhause in D, “wilderness feeling” pur! Ich bin v.a. in der Gegend um Whistler unterwegs gewesen, und habe einen Platz in sehr guter Erinnerung - fantastischer Aussicht auf Black Tusk: http://www.WhistlerRVpark.com. Die Website hat ein paar schöne Bilder. Während ich mit meinem Kaffee die Aussicht genoss konnte ich sogar im Internet surfen :-)

    Beste Grüße,
    Anna

  2. Katharina Schreitl
    24. Januar 2012 um 15:12 | Permalink

    Hallo!

    Ich finde Ihre Seite wundervoll und sehr hilfreich! Sie sollten ein Buch herausbringen, denn Ihre Informationen sind gerade für Kanada Neulinge sehr brauchbar!

    Liebe Grüße aus Wien,
    Katharina

  3. keller
    26. Januar 2012 um 22:03 | Permalink

    Hallo Katharina,

    Vielen Dank für’s Lob ;-) Ein Buch ist schon lange in Planung aber die Zeit fehlt.

    Liebe Grüße aus Wuppertal

    Andreas

  4. Michael Eberhard
    7. Juni 2012 um 17:04 | Permalink

    Hallo…

    Ein dickes Lob an Ihre Internet Seite!
    Wir fahren im August / September das erste Mal nach Kanada und greifen gerne auf Ihre Tipps zurück!
    Herzlichen Dank für diese tolle Arbeit….

    Grüsse aus der Schweiz

    Michael

  5. Jürgen
    30. August 2012 um 16:43 | Permalink

    Hallo
    Leider habe ich Ihre HP erst heute gesehen, hätte mir viel Arbeit ersparen können.
    Zu Ihrer HP allgemein. Es ist das Beste was ich bisher gefunden habe, somit großes Lob!
    Ihre Route ist fast identisch wie die unsere und daher konnte ich alle wichtigen Informationen herauspicken die uns für wichtig erscheinen. Beschreibung Icefield Parkway ist ne Wucht. Auch sind die Links in ihren Beiträgen sehr hilfreich.
    Fazit:
    “great job”. super gut geschrieben, informativ und sehr detailliert. Für mich als “Erstreisender in Kanada” die beste Seite die ich fand. Vielen Dank dafür!

  6. keller
    4. September 2012 um 12:54 | Permalink

    Hallo Jürgen :)
    Vielen Dank für das Lob über meine Internetseite ;) Ich war auch mal ein Erstreisender
    (1999) und habe mir danach gedacht das es viele Informationen gar nicht gibt oder schwer zu finden sind und 2003 beschlossen eine Internetseite zu eröffnen. Mittlerweile fahre ich seit 13 Jahren nach Canada und seit 2006 begleite ich als Tourguide geführte Wohnmobil Touren. Bin gerade erst gestern zurück gekommen nach 5 Wochen Canada und 2 begleiteten Reissegruppen ;) Mitterweile schickt der auch der Deutsche Canada Tourismusverband die Leute bei Anfragen, z.B. beim Thema Camping, auf meine Internetseite :) Seit Januar diesen Jahres habe ich auch ein Facebook Fanseite mit vielen Informationen und Tipps. Mehr unter http://www.facebook.com/canada.keller

    Viele Grüße aus Wuppertal

    Andreas Keller

  7. 5. Oktober 2012 um 12:26 | Permalink

    Hallo Andreas :-) Auch ich gehöre zu der 2. Gruppe, die mit dir dieses wundervolle Land bereisen durfte, Es war ein unglaublich toller Urlaub, den ich nie vergessen werde. Auch dank deiner super Vorbereitung und deiner Erfahrung- die sollten alle, die auch so eine Reise planen, nutzen!!! Ich freu mich schon auf unser Treffen und das Video vom P. Bis dahin liebe Grüße aus Flensburg von
    Angelika

  8. 29. Oktober 2012 um 20:47 | Permalink

    Hallo Aus Lake Louise, Alberta!
    Ich arbeite hier in Lake Louise und denke sie haben was ganz gutes und nuetzliches gemacht mit Ihrer website….besonders mit die gebrauchsanweizung fuer das ’self-reg’ camping. Ich moechte nur kurz ausdeuten das es “First-Come, First-Served” heist,(also, Erst Serviert) nicht “first-safe” (safe heist geschutzt oder gerettet)
    Also machts gut - und macht weiter so!
    Gruesee aus winterlichem Lake Louise!
    Janet

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