The Icefields Parkway

Kategorien: Icefield Parkway, Nationalparks

Der Icefield Parkway (Highway 93) zählt zu den schönsten Autobahnen der Welt und wurde von 1931 bis 1939 mit ca. 1000 Arbeitern erbaut.

Auf dem Icefield Parkway finden sie mehr Gletscher als auf allen anderen Straßen in Nordamerika. Zusammen genommen ergeben alle Gletscher der kanadischen Westküste eine gigantische Größe. Hier könnten 285 Millionen Menschen eine Party feiern!


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Der Icefield Parkway verläuft 230 km durch die Nationalparks Banff und Jasper.

Die Aussichten auf diesem Highway sind spektakulär. Türkisblaue Seen, grandiose Bergwelt, schneebedeckte Gipfel, eisblaue Gletscher und eine traumhafte Fernsicht. Man möchte am liebsten alle paar Meter anhalten und ein Foto machen.

Planen Sie mindestens einen Tag für diesen Traum.

Bei meinen begleiteten Wohnmobil Touren 2009 fahren wir den Icefield Parkway auch wieder zurück von Jasper nach Banff.

Mein Tipp:

Fragen Sie in einem Infocenter in Banff, Lake Louise oder Jasper nach der kleinen Faltbroschüre „Icefield Parkway”. In dieser Broschüre finden Sie alle Sehenswürdigkeiten und Wanderwege mit Kilometer Angaben.

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Diese Broschüre können Sie auch als PDF Datei hier herunterladen: Broschüre Icefield Parkway

Ich hoffe, Sie erleben die Strecke bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, denn auf den 230 km warten einige Sehenswürdigkeiten auf Sie. Vielleicht läuft Ihnen auch eine Schwarzbärenfamilie über den Weg.

Es geht los bei km 0 (in Höhe Lake Louise). Kurz nach der Auffahrt auf den Icefield Parkway kommt als erstes ein Kontrollpunkt. Hier müssen Sie Ihren Parkpass vorzeigen. Für Lkw ist dieser Highway gesperrt.

Vorbei am Herbert und Hector Lake kommen Sie bei km 34 an den Bow Lake. An der nördlichen Seite des Sees leuchtet das rote Dach der Num-Ti-Jah-Lodge inmitten der endlosen immergrünen Tannenwälder.

An diesem See campte Jimmy Simpson 1898 zum ersten Mal und 25 Jahre später baute er an dieser Stelle die Num-Ti-Jah-Lodge. Jimmy Simson war einer der ersten Parkranger im Banff Nationalpark. Damals ging der Icefield Parkway nur bis zu seiner Lodge. Unbedingt ansehen! Von hier aus gibt es auch ein paar schöne Wanderwege, die Sie bis zu den Gletschern führen.

There is absolutely nothing in the city to give us the same feeling as the great, mysterious things of nature…

Jimmy Simpson, circa 1915

Peyto Lake

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Weiter auf den Icefield Parkway Richtung Jasper finden Sie bei km 40 ein Hinweisschild mit der Aufschrift Peyto Lake. Hier geht es links ab auf einen Parkplatz. Von hier aus führt Sie ein kleiner Wanderweg auf eine Holzplattform in 2000 m Höhe. Die Aussicht von hier auf den Peyto Lake und über die Rocky Mountains wird Ihnen die Sprache verschlagen. Der Peyto Lake schimmert in einem wunderschönen Türkisblau. Vor Ihnen liegt eine grandiose Postkartenlandschaft mit Blick bis zum Waterfowl Lake der 17 km weiter nördlich liegt.

Wenn Sie bis hierhin schon länger als 4 Stunden unterwegs waren, und das ist sehr wahrscheinlich, können Sie bei km 57 auf dem Waterfowl Lake Campground übernachten. Der Campground liegt unmittelbar am See, im dichten Wald ohne Strom und Duschen, aber mit Feuerstelle und Dump Station. Von hier aus können Sie zum Chephren Lake oder zum Cirque Lake wandern und die Chancen, auf Wildtiere wie den Elch zu treffen, sind gut.

Sie haben erst 57 km Icefield Parkway geschafft und es geht so traumhaft weiter…

Foto Tipp:

Wenn Sie hier übernachten, am Morgen früh aufstehen! Wandern Sie den kleinen Fluss entlang, der beide Seen miteinander verbindet, Richtung Süden bis zum Upper Waterfowl Lake. Hier wartet ein traumhaftes Panorama auf Sie. Schneebedeckte Berge spiegeln sich im Wasser und die Sonne zaubert ein goldfarbenes Licht auf die Berge und die endlosen Tannenwälder.

Columbia Icefield

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Weiter auf dem Icefield Parkway, bei km 77, kommt eine Raststätte mit Tankstelle. Ab km 127 beginnt der Jasper National Park. Kurz nach dem Einfahrtschild „Jasper Nationalpark“ sehen Sie auf der rechten Seite ein grünes Gebäude, das Icefield Center. Auf der linken Seite liegt das bekannte Columbia Icefield.

Im Icefield Center gibt es kleines Museum mit vielen Informationen zur Geschichte des Columbia Icefield. Hier finden Sie auch ein Restaurant, Toiletten und ein kleines Souvenir-Geschäft. Von hier aus starten die bekannten Icefield Touren.

Erst geht es mit einem normalen Reisebus zur Bergstation und von dort aus mit Spezialfahrzeugen direkt bis auf den Gletscher. Die Touren sind sehr beliebt und dauern knapp 2 Stunden. Kostenpunkt ca. 40 CAN $ pro Person.

Infos unter: www.columbiaicefield.com

Sie können auch vom gegenüberliegenden Parkplatz aus zu Fuß bis an den Gletscherrand, der auf 2.000 Höhenmetern liegt, laufen. Bitte beachten Sie auf die Warnhinweise und bleiben hinter den Absperrungen. Achten Sie vor allem auf Ihre Kinder. Am 4 Juli 2001 stürzte hier ein neunjähriger Junge in eine Gletscherspalte und verstarb. Vom Icefield Center bis zur Stadt Jasper sind es noch 103 km.

Waterfalls

Bei km 175 erreichen Sie die Sunwapta Falls. Den Namen bekam der Wasserfall von den Stoney Indianern. Sunwapta bedeutet „turbulentes Wasser“. Bei km 199 geht es links ab auf den Highway 93A und direkt nach dem Sie abgebogen sind kommt links ein Parkplatz. Von hier führt Sie ein kurzer Weg zu den Athabasca Falls, die hier tosend 23 Meter in die Tiefe stürzen.

Foto Tipp Athabasca Falls:

Am besten morgens besuchen, dann wird in der Gischt des Wasserfalls ein Regenbogen sichtbar.

Highway 93 A

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Von hier haben Sie zwei Möglichkeiten die Stadt Jasper zu erreichen. Entweder Sie fahren über den Icefield Parkway oder die Nebenstrecke den Highway 93 A. Ich empfehle Ihnen die Nebenstrecke 93 A, die ist zwar sehr holprig, dafür wird es aber sofort ruhiger.

Hier finden Sie viele schöne Wanderwege wie den zum Geraldine Lake oder zum Moab Lake, und kleine Seen wie den Leach Lake. Die Chancen hier Wildtiere zu entdecken sind hier besser als auf dem Icefield Parkway. An dieser Nebenstrecke liegt auch der ruhige Wabasso Campground.

Foto Tipp Leach Lake:

Am besten früh morgens besuchen, dann scheint die Sonne auf die im Hintergrund liegenden Berge Whirlpool Peaks und Mount Fryatt und zaubert eine grandiose Seespiegelung aufs Wasser.

Informationen Icefield Parkway

Campingplätze:

Infos über Campingplätze auf dem Icefield Parkway finden Sie unter den jeweiligen Nationalparks / Banff + Jasper und in der Broschüre “The Mountain Guide”.

Telefon:

  • Notfall: 911
  • Icefield Center: 780 852-6288
  • Telefon Vorwahl von Deutschland: 001

Internet:

Wanderwege:

Infos über Wanderwege auf dem Icefield Parkway finden Sie unter den jeweiligen Nationalparks / Banff + Jasper und in der Broschüre “The Mountain Guide”.

Bisher 1 Kommentar

  1. Uwe Bläsche
    10. Juni 2009 um 16:18 | Permalink

    Wir sind im Juni 2008 mit dem Wohnmobil 3 Wochen und insgesamt 3800 km durch Westkanada gefahren. Sie haben einen gewissen Anteil daran. Warum ? Kurze Erlärung.
    Ende 2006 stand fest,im Sommer 2008 geht`s nach Kanada. Mit dem Bus,nein. Mit dem Pkw, ja. An ein Wohnmobil haben wir da noch nicht gedacht. Im internet bin ich dann auf Ihre Seite gekommen. Ihre Ausführlichen Beschreibungen über eine Wohnmobilreise,haben uns nachdenklich gemacht. Wir haben uns lange vorbereitet und einige Tipps von Ihnen beherzigt,es war unser schönster Urlaub in 28 Jahren Ehe.

    Viele Grüße von Andrea und Uwe Bläsche
    aus Röblingen am See

Eine Idee? Anregung? Sie waren schon einmal in Kanada? Schreiben Sie uns, was Sie denken oder erlebt haben!

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